Belag

„Eine technische Trocknung setzt auch ein Konzept voraus, daß maximale Schadensminimierung erreicht werden kann.“

Es gibt zwar die verschiedensten Verfahren, um die Feuchtigkeit aus dem Dämmschichten  oder Hohlräumen zu bekommen. Bewährt haben sich jedoch noch immer Kernbohrungen in den entsprechenden Abständen, passend zu den Dämmstoffen in den Durchmessern 30 – 50 mm.

Hierbei ist es oft möglich, den Oberbelag zu erhalten, wie z.B. bei

  • Parkett, direkt verklebt. Hier können, wenn noch Stäbe verfügbar, einzelne getauscht werden. Wenn die Parkettoberfläche geölt wurde, kann partiell ausgebessert werden. Wenn eine Lackierung aufgebracht ist, sollte geschliffen und flächig neu lackiert werden.
  • Fliesen, direkt verklebt. Einzelne Fliesen tauschen stellt in der Regel  kein Problem dar, wenn welche vorrätig sind. Selbst wenn keine mehr vorhanden sind, besteht die Möglichkeit Fliesen zerstörungsfrei auszubauen. Leider führt dieses Verfahren nicht immer zum Erfolg, da einige Lasuren sehr empfindlich auf Abplatzungen oder Rissbildung reagieren.
  • PVC-Designbelag, direkt verklebt. Oftmals partielle Ausbessserung möglich. Hängt in der Regel von Oberflächenqualität des Estriches ab.
  • Teppich, direkt verklebt. Oftmals möglich, hängt davon ab, welche Teppichart verlegt wurde. Sehr gut sind meist Nadelfilzteppiche zu reparieren.
PUR-Boden weiss

Oftmals ist ein Erhalt nicht möglich,  bei folgenden Fußbodenbelägen, wie z.B.

  • Kunstharz-Designbeläge ( homogene Fläche)
  • schwimmend, eingebaute Beläge ( Click-Dielen von Laminat, PVC, Parkett etc.)
  • Landhausdielen Parkett, da keine kleinen Stäbe sondern lange Dielen verbaut sind, möglich …aber aufwändig.
  • Sichtbeton oder Estrich. Jede Veränderung an der Oberfläche sichtbar.

Wenn dann der Schadensfall eingetreten ist und eine Trocknungsmaßnahme unumgänglich ist, sollte im Vorfeld erörtert werden, welche Fußbodenbeläge erhalten und  welche geopfert werden können/müssen. Denn oftmals ist es z.B. in Fluren möglich , mit gewissen Techniken der Trocknung und Luftführung in den durchfeuchteten Dämmschichten eine Materialausgleichsfeuchte herzustellen, ohne den Belag anbohren zu müssen.